IVECO Dieselskandal
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Was betroffene Fahrzeughalter dringend wissen sollten
Im IVECO Dieselskandal geht es um den Verdacht, dass bestimmte Motoren und Steuerungssoftware so programmiert wurden, dass sie lediglich unter den künstlichen Bedingungen eines Prüfstands die gesetzlichen Abgasnormen einhalten. Sobald die Fahrzeuge jedoch im normalen Straßenverkehr bewegt werden, steigen die Emissionswerte – insbesondere von Stickoxiden – zum Teil deutlich über die erlaubten Grenzwerte. Dieser Unterschied deutet auf den Einsatz sogenannter Abschalteinrichtungen hin, die den Betrieb der Abgasreinigung gezielt drosseln oder ganz deaktivieren. Nach europäischem und deutschem Recht gelten solche Vorrichtungen in den meisten Fällen als unzulässig, was sowohl zivilrechtliche als auch strafrechtliche Konsequenzen haben kann.
Mehrere nationale und internationale Behörden, darunter das Kraftfahrt-Bundesamt, haben deshalb Untersuchungen eingeleitet und technische Prüfungen an betroffenen Fahrzeugen durchgeführt. In der Folge kam es zu offiziellen Rückrufen, bei denen entweder ein Software-Update installiert oder ganze Komponenten ausgetauscht werden mussten. Diese Maßnahmen sollen die Emissionen zwar senken, doch viele Experten und Juristen bezweifeln, dass dadurch die ursprüngliche Manipulation vollständig behoben wird. Für Halter bedeutet das, dass trotz einer Nachrüstung weiterhin Ansprüche auf Schadensersatz bestehen können.
Der IVECO Dieselskandal ist zudem nicht auf einen einzigen Fahrzeugtyp beschränkt. Betroffen sind neben klassischen Transportern auch schwere Lkw und eine Vielzahl von Wohnmobilen, die auf IVECO-Fahrgestellen basieren. Aufgrund dieser breiten Streuung reicht die Zahl der möglicherweise involvierten Fahrzeuge von gewerblichen Nutzfahrzeugen über kommunale Flottenfahrzeuge bis hin zu hochwertigen Luxusreisemobilen. Für Besitzer solcher Fahrzeuge ist es daher besonders wichtig, zeitnah zu prüfen, ob ihr Modell unter die bekannten Rückrufe oder Manipulationsvorwürfe fällt – und gegebenenfalls frühzeitig ihre Rechte geltend zu machen, bevor mögliche Ansprüche verjähren.
Hintergrund und Entwicklung des IVECO Dieselskandals
Die Ermittlungen im Rahmen des IVECO Dieselskandals nahmen ihren Anfang im Jahr 2020, als die Staatsanwaltschaft Frankfurt Durchsuchungen bei Fiat Chrysler und der zugehörigen Nutzfahrzeugmarke IVECO durchführen ließ. Hintergrund war der Verdacht, dass bestimmte Motorsteuerungen so konstruiert wurden, dass sie Abgaswerte auf dem Prüfstand künstlich verbessern. Im Anschluss leitete das Kraftfahrt-Bundesamt weitere Untersuchungen ein und ordnete Anfang 2021 mehrere Rückrufaktionen an. Betroffen waren weltweit rund 20.000 Fahrzeuge der Baureihe IVECO Daily mit dem sogenannten Heavy-Duty-Motor (F1C), die im Zeitraum von 2015 bis 2019 produziert wurden.
Technischer Hintergrund zum IVECO Dieselskandal
Technisch erklärt sich der IVECO Dieselskandal durch den Einsatz von Softwarefunktionen in der Motorsteuerung, die erkennen können, ob sich das Fahrzeug auf einem amtlichen Abgastest befindet. In dieser Situation wird das Abgasnachbehandlungssystem – etwa die Abgasrückführung (AGR), der SCR-Katalysator mit AdBlue-Einspritzung oder der Dieselpartikelfilter – mit maximaler Effizienz betrieben, um niedrige Messwerte zu erzielen. Im regulären Straßenbetrieb hingegen werden diese Systeme teilweise gedrosselt oder in bestimmten Fahrsituationen ganz abgeschaltet, angeblich um Bauteile zu schonen oder Kraftstoff zu sparen. Die Folge sind deutlich höhere Schadstoffemissionen, vor allem Stickoxide, als unter Testbedingungen. Solche sogenannten Abschalteinrichtungen sind nach geltendem EU-Recht grundsätzlich verboten, sofern sie nicht ausnahmsweise zum unmittelbaren Schutz des Motors notwendig sind – was in vielen Fällen nicht zutrifft.
Welche IVECO-Motoren und Modelle sind betroffen?
Betroffene Motoren (unter Verdacht):
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110 Multijet – Motorkennung: F1AE3481G
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115 Multijet – Motorkennung: 250A1000
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150 Multijet – Motorkennung: F1AE3481D
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180 Multijet – Motorkennung: F1CE3481E
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Heavy Duty Motor (Code F1C) – genutzt in Daily-Baureihen Euro 6, Baujahre 2015–2019
Betroffene IVECO-Modelle:
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Daily Transporter (Euro 6, Heavy Duty Motor F1C, Baujahre 2015–2019)
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Wohnmobile auf IVECO-Basis: Daily Hi-Matic, Daily 4×4, Eurocargo
Diese Motoren fanden sich in diversen Baugruppen, speziell auch in Wohnmobil-Basisfahrgestellen. Hersteller wie Bimobil, Carthago, Dethleffs, Morelo, Swift, Woelcke und andere nutzen IVECO-Unterbauten – auch deren Modelle sind aufgrund des IVECO Dieselskandals möglicherweise betroffen.
Welche Rechte und Unterstützung haben Betroffene?
Betroffene Halter von IVECO-Fahrzeugen können unter Umständen Schadensersatzansprüche geltend machen – entweder durch Rückgabe des Fahrzeugs gegen anteilige Kaufpreiserstattung oder durch Nutzung gegen Entschädigungszahlung. Letzteres kann je nach Fall einen erheblichen Prozentsatz des Kaufpreises ausmachen. Dabei ist es essentiell, zügig zu handeln – Schadensersatzansprüche verjähren typischerweise drei Jahre nach Kenntnisnahme.
Viele Wohnmobil-Halter konnten auch nach Software-Update Rückgriff nehmen – maßgeblich ist, ob eine unzulässige Abschalteinrichtung vorlag. Einige Gerichte erkennen die Täuschung durch manipulierte Abgasreinigung zunehmend an – Betroffene berichten von erfolgreichen Verfahren auch trotz anfänglicher Ablehnungen.
Warum Sie jetzt handeln sollten
Der IVECO Dieselskandal betrifft nicht nur den Originalhersteller, sondern hat weitreichende Folgen für Wohnmobilbesitzer. Sie sollten:
Fahrgestellnummer und Baujahr prüfen, ob Rückruf oder Verdacht besteht
rechtlichen Rat einholen, beispielsweise durch eine kostenfreie Erstprüfung
Möglichkeit von Rückgabe oder Entschädigung klären
Risiken eines Software-Updates frühzeitig bewerten – ein rechtlicher Anspruch könnte entfallen
Viele Betroffene haben sich bereits erfolgreich gewehrt – und auch ohne Musterverfahren konnten Einzelklagen durchgesetzt werden.
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Fahrzeug in den IVECO Dieselskandal fällt, prüfen Sie Ihren Fall jetzt – und holen Sie sich Gewissheit durch eine Anfrage beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Mehr Informationen finden Sie auf der Themenseite zum Abgasskandal des Kraftfahrt-Bundesamtes
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