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Skoda Dieselskandal

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Hintergrund

Der Skoda Dieselskandal ist Teil des großen Abgasbetrugs im VW-Konzern und hat die Automobilwelt nachhaltig erschüttert. Im Jahr 2015 wurde öffentlich, dass in Millionen von Diesel-Fahrzeugen illegale Software verbaut war, die auf Prüfständen niedrige Stickoxidwerte vortäuschte, während die Autos im Straßenverkehr deutlich mehr Schadstoffe ausstießen. Auch die tschechische Traditionsmarke Skoda, die als zuverlässige und preisbewusste Alternative galt, war tief in die Manipulationen verwickelt. Weltweit waren rund 1,2 Millionen Skoda-Modelle betroffen, ausgestattet mit den berüchtigten EA-189-Motoren. Für viele Verbraucher war die Enttäuschung groß: Sie hatten auf ein „ehrliches“ Auto gesetzt und fanden sich plötzlich mitten im Skoda Dieselskandal wieder. Der Ruf von Skoda litt erheblich, da der Skandal nicht nur technische Mängel, sondern auch eine bewusste Täuschung von Kunden und Behörden offenbarte.

Technische Hintergründe zum EA 288

Ein besonders brisantes Kapitel des Skoda Dieselskandals betrifft den Motor EA 288. Dieser wurde ab 2012 als moderne Euro-6-Generation eingeführt und sollte ein Beweis für saubere Dieseltechnik sein. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass auch hier Abschalteinrichtungen zum Einsatz kamen. Vor allem das Thermofenster ist umstritten: Es reduziert die Abgasreinigung bei Außentemperaturen außerhalb eines engen Korridors erheblich. Da diese Temperaturen in Europa häufig auftreten, arbeitet die Abgasnachbehandlung auf der Straße nur eingeschränkt. Zudem verfügt der EA 288 über eine Zykluserkennung, die prüft, ob das Fahrzeug sich im Prüfstandmodus befindet. In diesem Modus läuft die Abgasreinigung besonders intensiv, während sie im normalen Straßenbetrieb gedrosselt wird. Damit wurde die Manipulation zwar subtiler, aber nicht weniger problematisch. Für Besitzer bedeutet das, dass auch viele vermeintlich „saubere“ Fahrzeuge Teil des Skoda Dieselskandals sind und rechtliche Unsicherheit bleibt, ob ihre Autos die Umweltauflagen tatsächlich erfüllen.

Welche Motoren und Modelle betroffen

Zentrum des Skoda Dieselskandals war der Dieselmotor EA 189, der in den Hubraumvarianten 1,2 l, 1,6 l und 2,0 l von 2009 bis 2015 in unzähligen Fahrzeugen verbaut wurde. Diese Motoren waren mit einer manipulativen Software ausgestattet, die auf dem Prüfstand niedrige Abgaswerte vortäuschte, im realen Fahrbetrieb jedoch deutlich höhere Stickoxid-Emissionen zuließ. Damit rollten hunderttausende Fahrzeuge mit unzulässigen Abschalteinrichtungen vom Band. Doch der Skandal beschränkte sich nicht auf diese Motorengeneration: Auch der Nachfolger EA 288, offiziell als Euro-6-konform beworben, erwies sich als problematisch. Prüfer fanden hier sogenannte Thermofenster, die die Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen stark einschränken, sowie eine Zykluserkennung, die Prüfstandsergebnisse verfälschte. Somit sind nicht nur ältere, sondern auch moderne Skoda-Diesel betroffen – quer durch die Modellpalette, vom Kleinwagen bis zum SUV.

Auflistung der betroffenen Modelle und Motoren

  • EA 189 (1,2 l / 1,6 l / 2,0 l, Baujahre ca. 2009–2015)

    • Skoda Fabia II

    • Skoda Roomster

    • Skoda Rapid

    • Skoda Octavia II

    • Skoda Superb II

    • Skoda Yeti

  • EA 288 (1,6 l / 2,0 l, ab ca. 2012, Euro-6-Norm)

    • Skoda Octavia III

    • Skoda Superb III

    • Skoda Kodiaq

    • Skoda Karoq

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Rückruf und Umrüstung

Im Zuge des Skoda Dieselskandals leitete der Hersteller großangelegte Rückrufaktionen ein. Kunden wurden aufgefordert, ihre Fahrzeuge in die Werkstatt zu bringen, um die manipulierte Software zu ersetzen. Bei den 2,0-Liter-Dieseln beschränkte sich die Maßnahme in der Regel auf ein Software-Update. Bei den 1,6-Liter-Motoren wurde zusätzlich ein Strömungsgleichrichter in den Ansaugtrakt eingebaut, um die Einspritzung zu verbessern. Offiziell hieß es, diese Eingriffe hätten keine Auswirkungen auf Verbrauch, Motorleistung oder Haltbarkeit. Doch zahlreiche Fahrer berichteten nach den Maßnahmen von negativen Folgen: höherem Kraftstoffverbrauch, weniger Durchzugskraft und vermehrten Problemen mit Abgasrückführungsventilen sowie Partikelfiltern. Kritiker werfen dem Konzern vor, mit den Updates nur eine rechtliche Formalität erfüllt zu haben, anstatt die Fahrzeuge technisch dauerhaft sauber zu machen. Für viele Kunden verstärkte sich dadurch das Gefühl, im Skoda Dieselskandal nicht nur betrogen, sondern auch allein gelassen worden zu sein.

Rechtslage und Urteile

Die juristische Aufarbeitung des Skoda Dieselskandals ist komplex und dauert bis heute an. Deutsche Gerichte haben jedoch mehrfach festgestellt, dass Käufer manipulierten Fahrzeugen getäuscht wurden und daher Anspruch auf Schadenersatz oder Rückabwicklung haben. Besonders bedeutsam war ein Urteil des Landgerichts Hildesheim aus dem Jahr 2017, das klar von vorsätzlichem Betrug sprach. Spätestens mit dem Bundesgerichtshof im Jahr 2020 wurde die Linie gefestigt: Fahrzeuge mit illegaler Abschalteinrichtung begründen Schadenersatzansprüche. Auch wenn ein Software-Update durchgeführt wurde, bleibt der Schaden bestehen. In jüngeren Urteilen, unter anderem 2023, stellten Gerichte klar, dass selbst nach erfolgtem Update ein sogenannter Differenzschaden entsteht, da die Fahrzeuge nicht dem entsprechen, was die Kunden ursprünglich kaufen wollten. Für Betroffene des Skoda Dieselskandals eröffnet das die Möglichkeit, ihre Ansprüche auch Jahre nach dem Kauf noch geltend zu machen.

Fazit und Ausblick

Der Skoda Dieselskandal zeigt eindrucksvoll, wie tiefgreifend Manipulationen in der Automobilindustrie wirken können. Skoda, lange als bodenständige und ehrliche Marke wahrgenommen, muss sich den gleichen Vorwürfen stellen wie andere Konzernmarken. Millionen Fahrzeuge sind betroffen, Kunden leiden unter Wertverlusten, möglichen Fahrverboten und dem Misstrauen gegenüber zugesagter Umweltfreundlichkeit. Die Rückrufaktionen konnten die technische Problematik nur oberflächlich lösen und brachten in vielen Fällen neue Probleme mit sich. Gleichzeitig haben Urteile gezeigt, dass Verbraucherrechte stark sind und Hersteller Verantwortung übernehmen müssen. Wer ein Skoda-Dieselmodell mit EA 189 oder EA 288 besitzt, sollte prüfen, ob er vom Skoda Dieselskandal betroffen ist und ob sich rechtliche Schritte lohnen. Klar ist: Auch Jahre nach dem Bekanntwerden ist der Skandal noch nicht ausgestanden, und er hat das Vertrauen in Dieseltechnologie und in die Marke Skoda dauerhaft erschüttert.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als technische Kontrollinstanz bewertet die eingesetzten Abschalteinrichtungen und sorgt für Überwachung des Automobilmarktes sowie Transparenz. Wer sich weiter informieren möchte, findet umfassende Details auf der offiziellen Themenseite des KBA zur Abgasthematik.

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