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Wirecard Insolvenz
Anlegerschutz

Kostenrechner: für Wirecard Musterverfahren - EY Klage

Mit Eröffnung des Musterverfahrens über die Haftung der Ernst & Young Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (EY) für die Betrügereien der WIRECARD AG können Anleger ihre Schadensersatzansprüche anmelden. 

In Anbetracht der bekannt gewordenen Verfehlungen von EY macht aus rechtlicher Warte eine Anmeldung durchaus Sinn. Diese muss allerdings durch einen Anwalt erfolgen. Dessen Kosten werden oftmals nicht von einer Rechtsschutzversicherung getragen. In wirtschaftlicher Sicht ist dabei zu beachten, dass EY die Ansprüche in Milliardenhöhe gar nicht erfüllen kann. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens werden diese dann nur quotal befriedigt und bleiben im schlimmsten Fall hinter den Kosten der Anmeldung zurück. 

Deshalb haben wir einen kleinen Rechner erstellt, der die Kosten einer Anmeldung und die zur Kostendeckung erforderliche Quote in einem späteren Insolvenzverfahren der EY ausweist. Je geringer diese Quote ausfällt, umso eher macht eine Anmeldung auch bei fehlender Kostendeckung durch eine Rechtsschutzversicherung Sinn.  

Lohnt sich das Musterverfahren?

Wir haben für alle betroffenen Anleger einen kleinen Rechner erstellt, mit dessen Hilfe sie ganz einfach die Kosten des Musterverfahrens kalkulieren können. Die Nutzung des Rechners ist kostenlos. 

Allen betroffenen Anlegern sollte bewusst sein, dass das Risiko besteht, dass man trotz eines Klageerfolgs auf den Anwaltskosten sitzen bleiben könnte! 

Denn auch wenn eine Haftung der Wirtschaftsprüfer wahrscheinlich ist, ist ein voller Ausgleich der erlittenen Schäden selbst bei einem Erfolg der Musterklage alles andere als gewiss.

Denn es ist davon auszugehen, dass ein Erfolg im Musterverfahren zwangsläufig die Insolvenz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Folge hat. Dann erfolgt auch hier nur noch eine anteilige Befriedigung der Gläubiger. Im schlimmsten Fall ist es denkbar, dass diese anteilige Befriedigung nicht mal ausreicht um die Kosten für die Anmeldung zum Musterverfahren zu decken.

Dann schmeißt man mit der Anmeldung im Musterverfahren lediglich gutes Geld dem schlechten hinterher. 

Deshalb weist unser Rechner auch die Quote aus, die bei einem Erfolg des Musterverfahrens und einer späteren Insolvenz der EY erreicht werden muss, damit sich eine Anmeldung zum Musterverfahren rechnet. 

 

Jetzt mögliche Kosten berechnen:

Warum soll Ernst & Youngs Schadenersatz leisten?

Wirtschaftsprüfer sollen dafür Sorge tragen, dass Unternehmen ihre wirtschaftlichen Verhältnisse richtig darstellen. Als Zeichen hierfür erteilen sie der Gesellschaft ein sogenanntes Testat auf dem Jahresabschluss. Bestehen Zweifel an den Angaben der Gesellschaft, darf der Wirtschaftprüfer nur ein eingeschränktes Testat erteilen, oder muss er das Testat verweigern

Nur ein uneingeschränktes Testat begründet aber das nötige Vertrauen für die Anleger der Gesellschaft, dass die Wirtschaftszahlen der Gesellschaft korrekt sind. 

Trotz bestehender Zweifel und Unregelmäßigkeiten hat EY der Wirecard AG in den Jahresabschlüssen ein uneingeschränktes Testat erteilt. 

Im Vertrauen auf die Zuverlässigkeit dieser Bestätigungsvermerke haben tausende Anleger Wertpapiere der WIRECARD AG gekauft und hieraus erhebliche Verluste bis hin zu einem Totalverlust erlitten.

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) kommt Im Bereich der sogenannten Expertenhaftung für unrichtige Testate ein Anspruch eines Anlegers aus § 826 BGB wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gegen einen Wirtschaftsprüfer bei einer besonders schwerwiegenden Verletzung seiner Sorgfaltspflichten in Betracht. Als sittenwidrig ist dabei zu beurteilen, dass der Wirtschaftsprüfer auf Grund des Expertenstatus ein besonderes Vertrauen für sich in Anspruch nimmt, selbst aber nicht im Mindesten den an einen Experten zu richtenden Maßstäben genügt. Der Sittenverstoß setzt dabei ein leichtfertiges und gewissenloses Verhalten des Prüfers voraus. Es geht darum, dass sich der Gutachter durch nachlässige Erledigung, zum Beispiel durch nachlässige Ermittlungen oder gar durch Angaben ins Blaue hinein, der Gutachtenaufgabe entledigt und dabei eine Rücksichtslosigkeit an den Tag legt, die angesichts der Bedeutung des Bestätigungsvermerks für die Entscheidung Dritter als gewissenlos erscheint (vgl. BGH, Urteil vom 12.03.2020, Az. VII ZR 236/19, im Anschluss an BGH, Urteil vom 19.11.2013, Az. VI ZR 336/12).

Auf Basis der uns vorliegenden Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass EY den Anlegern auf Grundlage dieser höchstrichterlichen Rechtsprechung zum Schadensersatz verpflichtet ist und rechnen daher mit einem Erfolg des Musterverfahrens.

Wie hoch ist das Risiko einzuschätzen, dass Ernst & Young den Schadenersatz nicht zahlen kann?

Wir gehen davon aus, dass ein Erfolg des Musterverfahrens die Insolvenz der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Folge hat. 

Denn die Verluste der WIRECARD-Anleger bewegen sich im 2-stelligen Milliardenbereich und übersteigen das Vermögen der EY um ein Vielfaches. 

Ein Musterverfahren braucht allerdings Zeit, meist mehrere Jahre. Es könnte daher sein, dass während der Laufzeit des Verfahrens die Schadensersatzansprüche vieler Anleger verjähren. Eine Möglichkeit, dies zu verhindern, stellt die kostenpflichtige Anmeldung der Ansprüche zum Musterverfahren dar. 

Das bedeutet: Sehen viele Anleger wegen der Kosten von einer Anmeldung ihrer Schadensersatzforderungen ab und verjähren diese während der Laufzeit des Musterverfahrens, können diese Forderungen bei einem Erfolg des Musterverfahrens nicht mehr durchgesetzt werden.  

Dies würde den Kreis der Gläubiger der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft deutlich reduzieren und damit die Schadensersatzquote wesentlich erhöhen.

Eine zuverlässige Aussage über die Höhe einer möglichen Insolvenzmasse der EY Deutschland vermögen wir leider nicht zu treffen. Bei der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapieranleger haben sich bereits über 30.000 Geschädigte mit mehr als 1,5 Mrd. Schadenssumme für eine gerichtliche Wahrung ihrer Ansprüche registriert. In Summe werden daher sicher Forderungen im mittleren bis oberen einstelligen Milliardenbereich geltend gemacht werden. Im Insolvenzverfahren gegen die WIRECARD AG haben Wertpapieranleger sogar Forderungen im zweistelligen Milliardenbereich angemeldet.

Im Ergebnis lässt sich sagen, dass je höher die Kosten der Anmeldung im Verhältnis zum erlittenen Schaden ausfallen, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Kosten der Anmeldung die spätere Schadenersatzleistung übersteigen. Dann würden Sie selbst bei einem Erfolg des Musterverfahrens gutes Geld dem schlechten hinterherwerfen. Dies gilt natürlich erst recht, wenn das Musterverfahren zugunsten der Wirtschaftsprüfer ausfällt.

Zur Erleichterung Ihrer Entscheidung, ob man eine Anmeldung zum Musterverfahren auch dann vornehmen lassen sollte, wenn keine Kostenübernahme durch eine Rechtsschutzversicherung erfolgt, haben wir einen kleinen Kostenrechner gebaut.

Unabhängig davon übernehmen wir gerne auch die Klärung der Kostenübernahme Ihrer Rechtsschutzversicherung – wie immer kostenlos und ohne weitergehende Verpflichtung.

Können schon jetzt Ansprüche zum Musterverfahren angemeldet werden?

Nein, eine Anmeldung ist noch nicht möglich. Zunächst entscheidet das Bayerische Oberste Landesgericht (BayObLG) über die Frage, ob eine Haftung der Wirtschaftsprüfer überhaupt im Rahmen eines Kapitalanleger-Musterverfahren geltend gemacht werden kann. Erst wenn das BayObLG das Verfahren als zulässig erachtet und das Musterverfahren im Klageregister bekanntgemacht wurde, können die Ansprüche angemeldet werden.

Gerne können Sie uns aber bereits jetzt damit beauftragen, dass wir im Falle einer Eröffnung des Musterverfahrens ihre Ansprüche anmelden. 

Welche Fristen sind bei der Anmeldung zu beachten?

Die Anmeldung zum Musterverfahren muss innerhalb einer Frist von 6 Monaten ab Bekanntgabe des Verfahrens im Klageregister erfolgen.

Kann ich meine Ansprüche nicht auch selbst anmelden?

Nein, anders als bei der Musterfeststellungsklage z.B. gegen VW sieht das Kapitalanlegermusterverfahrensgesetz (KapMuG) zwingend eine Anmeldung durch einen Anwalt vor. Bei den hierfür anfallenden Gebühren handelt es sich um gesetzliche Mindestgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, die auch nicht unterschritten werden dürfen. Deshalb sollte man sich die kostenpflichtige Anmeldung auch gut überlegen.

 

Gibt es eine Alternative zur kostenpflichtigen Anmeldung meiner Ansprüche gegen EY?

Mit einer sogenannten „Stiftungslösung“ will die DSW eine Möglichkeit der Rechtsverfolgung gegen die Wirtschaftsprüfer zum Preis einer 25%-igen Erfolgsbeteiligung schaffen. Nähere Einzelheiten hierzu unter (https://www.dsw-info.de/wirecard/).

Die Teilnahme an dieser Stiftungslösung und die Anmeldung zum Musterverfahren schließen sich gegenseitig aus; d.h. es kommt entweder nur das Eine oder das Andere in Frage.

Für rechtsschutzversicherte Anleger halten wir die Teilnahme an der Stiftungslösung aus folgenden Gründen nicht für ratsam:

1.     Die Stiftung eröffnet keinen neuen oder zusätzlichen Weg, um einen Schadensausgleich zu erlangen. Die niederländische Stiftung strebt eine Rechtsverfolgung in Deutschland auf Grundlage deutschen Rechts an, die gleichermaßen jedem anderen Anleger auch individuell zugänglich ist.

2.     Eine Erfolgsbeteiligung als Gegenleistung für die Übernahme des Prozesskostenrisikos ist nicht veranlasst, da die Rechtschutzversicherung ja das Kostenrisiko trägt.

3.     Die Berechtigung der niederländischen Stiftung zur gerichtlichen Verfolgung der Ansprüche in Deutschland ist rechtlichen Unwägbarkeiten ausgesetzt; wird der niederländischen Stiftung diese Berechtigung versagt, würde die Verjährung der Ansprüche durch die Rechtsverfolgung nicht gehemmt.

4.     Die von der Stiftung in den Raum gestellte Vergleichslösung mit EY Global halten wir für ausgeschlossen, da eine Haftung von EY Global gegenüber den Wirecard-Anlegern für das Verhalten der EY Deutschland – anders als von der DSW dargestellt – auf Basis der aktuellen Tatsachen- und Rechtslage konzernrechtlich höchst unwahrscheinlich ist. Im Hinblick auf die unklare Tatsachen- und Rechtslage würden derartige Ansprüche aber auch noch lange nicht verjähren. Deshalb ist es ratsam, hier zunächst die weitere Entwicklung abzuwarten, um eine bessere Erkenntnislage für ein eventuelles gerichtliches Vorgehen gegen die EY Global zu erhalten.

 

Im Ergebnis macht die Stiftungslösung – mit den vorbenannten Einschränkungen – Sinn für nicht rechtsschutzversicherte Betroffene, die nicht das Risiko eingehen wollen, gutes Geld dem schlechten hinterherzuwerfen. Um zu ermitteln, wie hoch dieses Risiko tatsächlich ist, nutzen Sie unseren Kostenrechner.

Kostenlose Erstberatung durch einen Anwalt!

Sie haben weitere Fragen oder wünschen eine kostenlose Erstberatung durch einen Anwalt inkl. Einschätzung zu Ihren Fall? Dann füllen Sie einfach folgendes Kontaktformular aus. Wir garantieren Ihnen, dass Ihnen dadurch keine Kosten oder Verpflichtungen entstehen. 

Ich erwäge die Anmeldung von Ansprüchen zum Musterfeststellungsverfahren gegen EY. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit mir in Verbindung. 

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